2016
Adelante – Unterstützung von Menschen mit traumatischen Erfahrungen e.V.
Der Verein „Adelante – Unterstützung von Menschen mit traumatischen Erfahrungen e.V.“ wurde vor 6 Jahren von einer Gruppe von Therapeuten mit einer Spezialausbildung, ausgerichtet auf sexuellen Missbrauch, gegründet.
Auslöser war der Missbrauchsskandal am Aloisius-Kolleg, der 2010 durch die Presse ging. Schockierend war für die Therapeuten der Umgang mit und die Degradierung von Opfern in der Öffentlichkeit. Sie schlossen sich zusammen, um Betroffenen Mut zu machen und einen Erstkontakt zu ermöglichen, bei dem sie mit Verständnis aufgenommen und keine Verurteilung erfahren würden.
Die 14 Vollmitglieder, darunter vertreten Therapeuten, Diplom-Sozialpädagogen, Kinder- und Jugendschutzfachkräfte und Heilpraktiker, teilen sich die offenen Beratungszeiten, die 3x wöchentlich für 2 Stunden angeboten werden, so dass die Beratung in einem persönlichen Gespräch gewährleistet wird.
Eine weitere Aufgabe, die Aufklärung darüber, wie Traumatisierungen zustandekommen und wie sie erkannt werden können, erfüllt der Verein, indem er Vorträge zu diesem Thema anbietet. Eine dreiteilige Lesereihe zum Thema „Nichts ist vorbei – Lesungen und Austausch zum Missbrauch in der katholischen Kirche“ in Bonn und Mainz in 2015 und eine Reihe von Vorträgen zum Thema „Vom Ich – über das Du – zum Wir“ in 2016 wurden angeboten. In diesem Jahr wird auch wieder in der Adventszeit zu einer vierteiligen Lesereihe zum Thema „Aus der Einsamkeit in die Freude“ eingeladen.
Herr Uwe Flohr
Herr Uwe Flohr arbeitet seit über 10 Jahren ehrenamtlich im Vorstand des Vereins „Hilfe für psychisch Kranke e.V.“ und ist vorwiegend mit den Bereichen Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Sponsoring, Schulungen und Verbandsarbeit betraut.
Seine im Berufsleben erworbenen Fähigkeiten und seine im privaten Rahmen gemachten Erfahrungen bringt Herr Flohr als Projektleiter von Veranstaltungen und inhaltlich als stellvertretender Vorsitzender des Vereins ein.
Herr Flohr überzeugt durch seine Haltung psychisch erkrankten Menschen gegenüber, seine positive Ausstrahlung, seine Agilität und seinen leidenschaftlichen Einsatz für junge Menschen, Eltern und Lehrer. Vertrauen schafft er durch seine Verschwiegenheit und seine ausdrücklich offene Art, alles ansprechen zu können, was ausgesprochen werden muss.
Ein Schwerpunkt u.a. seiner ehrenamtlichen Arbeit ist das Projekt „Sonnenkinder“, das zum Inhalt hat, in Schulen und anderen Weiterbildungseinrichtungen Verständnis und erweitertes Bewusstsein für psychisch Beeinträchtigte zu schaffen

